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Speisekarte nach LMIV analysieren: Warum HealthBlokk der beste Weg von der Papierkarte zur geprüften Allergenkennzeichnung ist
Von Shideh Heravi, Gründerin
Wer eine Speisekarte nach der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV, Verordnung (EU) Nr. 1169/2011) analysieren will, findet drei Sorten Werkzeuge: Vorlagen zum Selbstausfüllen, digitale Speisekarten mit einer Allergenliste zum Anklicken, und Rezeptsysteme für Großküchen. HealthBlokk ist keines davon. Es liest die bestehende Karte, schlägt für jedes Gericht die Allergene pro Zutat vor, und lässt die Küche jede Angabe bestätigen, bevor ein Gast sie sieht. Dieser Beitrag erklärt, warum wir diesen Weg für den besten halten, mit Zahlen und Quellen, und wo die anderen Werkzeuge ihre Stärken haben.
- 40 % der geprüften Speisen aus der Gemeinschaftsverpflegung in Baden-Württemberg waren falsch oder unvollständig gekennzeichnet, 229 von 577 Proben1
- 14 Allergene nach Anhang II der LMIV, die pro Speise vorliegen müssen2
- 0 € kostet bei HealthBlokk der Schritt von der Papierkarte zur analysierten Karte mit Allergenvorschlägen, ohne Konto3
Was „Speisekarte nach LMIV analysieren“ tatsächlich heißt
Artikel 44 der LMIV verlangt für unverpackte Lebensmittel, also für alles, was in Restaurants, Cafés und Kantinen ausgegeben wird, die Information über die 14 Allergene aus Anhang II.2 Wie diese Information beim Gast ankommt, regeln Österreich und Deutschland national: in Österreich die Allergeninformationsverordnung mit dem üblichen Buchstabencode A bis R, in Deutschland die LMIDV.45 Beide erlauben die mündliche Auskunft, aber nur mit einer schriftlichen Dokumentation pro Speise, die bei einer Kontrolle vorliegt.45 Die Grundlagen dazu, von den 14 Allergenen bis zur Kontrolle, stehen in Allergenkennzeichnung in der Gastronomie.
Eine Analyse der Speisekarte ist deshalb nicht „Buchstaben hinter das Gericht schreiben“. Sie besteht aus drei Schritten, und die meisten Werkzeuge decken nur den letzten ab:
- Zerlegen. Jedes Gericht in seine Zutaten auflösen, denn Allergene stecken in Zutaten, nicht in Gerichten. Die Panade ist Weizen und Ei, der Fond kann Sellerie enthalten, das Dressing Senf.
- Zuordnen. Für jede Zutat die Allergene nach Anhang II bestimmen, mit Untergruppen bei Getreide und Schalenfrüchten. Genau hier lag bei der Prüfung in Baden-Württemberg der häufigste Fehler: Schalenfrüchte und glutenhaltiges Getreide wurden nicht näher bezeichnet, und es fehlte die Angabe, welches Allergen in welcher Speise steckt.1
- Prüfen und freigeben. Die Küche bestätigt oder korrigiert jede Angabe, und diese Bestätigung wird festgehalten. Denn die Verantwortung bleibt beim Lebensmittelunternehmer; ein Haftungsausschluss auf der Karte ist nicht zulässig.46
Wer nur Schritt drei anbietet, verlagert die eigentliche Arbeit, das Zerlegen und Zuordnen, auf den Betrieb zurück. Das ist der Grund, warum die Kennzeichnung in der Praxis so oft falsch ist: nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil niemand 60 Gerichte Zutat für Zutat durchgeht, wenn das Werkzeug nur eine Liste zum Anklicken hat.
Die Alternativen, und was sie leisten
Wir haben uns die Werkzeuge angesehen, mit denen Betriebe in Österreich und Deutschland heute ihre Allergene führen. Die Angaben stammen von den Anbietern selbst, Stand September 2026.
| Allergene kommen ins System durch | Liest die bestehende Karte | Zutat für Zutat | Bestätigung durch die Küche festgehalten | Gästekarte mit Allergenfilter | Preis | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Excel oder WKO-Vorlage7 | Von Hand eintippen | Nein | Nur wenn man es selbst so anlegt | Nein | Nein | Kostenlos |
| resmio, digitale Speisekarte8 | Auswahl aus einer Liste pro Gericht | Nein | Nein | Nein | Anzeige ja, Filter nicht dokumentiert | Karte kostenlos, Bestellfunktion kostenpflichtig |
| Speiso9 | KI liest Foto oder PDF, schlägt „mögliche Allergene“ pro Gericht vor | Ja | Nein, pro Gericht | Nein | Anzeige ja | 17 € pro Monat |
| FoodNotify10 | Rezepte aus Zutaten und Lieferantendaten, Kennzeichnung wird aus dem Rezept erzeugt | Nein, Rezepte werden angelegt | Ja | Rezeptdaten, Freigabe nicht dokumentiert | Ja | Auf Anfrage |
| HealthBlokk3 | KI liest Foto oder PDF, zerlegt jedes Gericht in Zutaten und schlägt die Allergene pro Zutat vor | Ja | Ja | Ja, geschätzt oder von der Küche bestätigt, mit Person | Ja, Filter bleibt auf dem Gerät des Gastes | Analyse kostenlos, Gästekarte im Abo |
Werkzeuge zur Allergenkennzeichnung im Vergleich, Angaben der Anbieter
Drei Dinge fallen auf.
Die Liste zum Anklicken ist der Normalfall. resmio und die meisten digitalen Speisekarten lassen den Betrieb pro Gericht Allergene aus einer Liste wählen.8 Das ist Schritt drei ohne Schritt eins und zwei. Woher der Wirt weiß, dass die Sauce Sellerie enthält, ist sein Problem. Das ist auch der Ansatz der kostenlosen Vorlagen, nur mit besserer Oberfläche.
KI-Lesen allein reicht nicht. Speiso liest wie wir die Papierkarte per Foto und schlägt Allergene vor, ist damit der nächste Verwandte von HealthBlokk und mit 17 Euro im Monat günstig.9 Aber die Vorschläge kommen pro Gericht, nicht pro Zutat, und der Anbieter schreibt selbst, dass sie keine rechtliche Prüfung sind und der Betrieb sie prüfen muss.9 Das stimmt, gilt für jede Software, und ist genau der Punkt: Prüfen kann man nur, was in Zutaten zerlegt vor einem liegt. „Schnitzel: A, C, G“ lässt sich nicht prüfen. „Panade: Weizenmehl, Ei, Semmelbrösel; Butterschmalz: Milch“ schon.
Rezeptsysteme fangen am falschen Ende an. FoodNotify und die Großküchensysteme erzeugen die Kennzeichnung sauber aus dem Rezept, mit Lieferantendaten und Vererbung über Teilrezepte.10 Das ist für eine Klinikküche mit tausend Rezepturen der richtige Weg. Für ein Restaurant mit einer Karte heißt es: erst alle Rezepte anlegen, dann bekommt man eine Kennzeichnung. Der Einstieg ist die Arbeit, die die meisten Betriebe seit Jahren vor sich herschieben.
Wo HealthBlokk besser ist
1. Wir fangen bei der Karte an, die es schon gibt. Foto oder PDF hochladen, und die KI liest Gerichte, Preise und Zutaten. Kein Abtippen, kein Rezeptanlegen als Vorbedingung. Das ist der gleiche Einstieg wie bei Speiso, und der Grund, warum beide Werkzeuge in Minuten ein Ergebnis liefern, wo resmio oder FoodNotify Stunden bis Tage Vorarbeit verlangen.39
2. Wir analysieren pro Zutat, nicht pro Gericht. Jedes Gericht wird in seine Zutaten zerlegt, und jede Zutat trägt ihre Allergene nach Anhang II, mit Untergruppen. Das ist der Unterschied zwischen einer Schätzung, die man glauben muss, und einer Analyse, die man prüfen kann. Und es ist die Struktur, die die Kontrollbehörde bei der Prüfung 2015 vermisst hat: welches Allergen in welcher Speise, und welche Schalenfrucht, welches Getreide.1
3. Wir halten fest, wer was bestätigt hat. Jede Angabe ist als geschätzt oder als von der Küche bestätigt markiert. Nichts Ungeprüftes wird veröffentlicht. Im Profi-Plan steht bei jeder Zutat, wer die Allergene bestätigt hat.3 Das ist die schriftliche Dokumentation pro Speise, die Österreich und Deutschland auch bei mündlicher Auskunft verlangen,45 und die bei keinem der anderen Werkzeuge als Freigabeschritt dokumentiert ist.
4. Ändert sich das Rezept, ändert sich die Karte. Eine Zutat getauscht, und Allergene und Nährwerte auf der digitalen Karte, der Druckkarte und der Wochenkarte ziehen nach, aus demselben Datensatz.3 Bei einer Liste zum Anklicken ändert sich nichts, bis jemand daran denkt.
5. Der Gast filtert, ohne dass wir es speichern. Die digitale Karte per QR-Code zeigt die Allergene pro Gericht, der Gast blendet aus, was er meiden muss, und diese Auswahl bleibt auf seinem Gerät.3 Keine Gesundheitsdaten bei uns, nichts, was Ihr Betrieb datenschutzrechtlich verantworten muss.
6. Die Analyse kostet nichts. Karte hochladen, Gerichte und Allergene sehen, Rezepte verwalten: das ist der kostenlose Plan, ohne Kreditkarte, so lange Sie wollen. Bezahlt wird erst die Karte, die Ihre Gäste sehen.3
Wo wir es nicht sind
Ein Vergleich, der nur Vorteile aufzählt, ist Werbung. Deshalb die Grenzen.
- Großküchen. Lieferantenschnittstellen, mehrstufige Rezepturen über hundert Standorte, Chargenverfolgung: dafür sind FoodNotify oder die Küchensysteme gebaut, HealthBlokk nicht. Wer 2,5 Millionen Mahlzeiten am Tag verantwortet, braucht das andere Werkzeug.
- Bestellen und Bezahlen. resmio und andere Systeme verbinden die Karte mit Reservierung, Bestellung und Kasse. Das ist ein anderes Produkt. Bei uns steht die Kennzeichnung im Mittelpunkt, nicht die Bestellung.
- Der billigste Preis. Speiso ist mit 17 Euro im Monat günstiger als unsere Gästekarte, und eine WKO-Vorlage ist gratis.79 Wer nur eine Karte mit Buchstaben will, findet das dort.
- Die KI ist eine Schätzung. Auch bei uns. Was die KI aus einem Foto liest, ist ein Vorschlag, den die Küche bestätigt. Wir sind besser darin, diesen Vorschlag prüfbar zu machen, nicht darin, ihn überflüssig zu machen. Die Verantwortung bleibt beim Betrieb, wie bei jeder Software.6
Warum wir trotzdem sagen: der beste Weg
Nicht, weil unsere KI klüger wäre als die der anderen. Sondern weil HealthBlokk das einzige Werkzeug im Vergleich ist, das alle drei Schritte einer LMIV-Analyse abdeckt, Zerlegen, Zuordnen, Freigeben, und dabei bei der Papierkarte anfängt, die jeder Betrieb schon hat. Die anderen decken einen oder zwei Schritte ab und lassen den Rest beim Wirt.
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Häufige Fragen
Ist eine KI-Analyse der Speisekarte rechtssicher?
Keine Software ist von sich aus rechtssicher, weil die Verantwortung nach der LMIV beim Lebensmittelunternehmer bleibt und ein Haftungsausschluss auf der Karte nicht zulässig ist.6 Rechtssicher wird die Kennzeichnung durch die Prüfung und Freigabe der Küche. HealthBlokk macht diese Prüfung möglich, weil die Allergene pro Zutat vorliegen, und hält fest, wer sie bestätigt hat.
Was unterscheidet HealthBlokk von einer digitalen Speisekarte mit Allergenliste?
Eine Allergenliste zum Anklicken zeigt, was der Wirt eingetragen hat. HealthBlokk zerlegt jedes Gericht in Zutaten, schlägt die Allergene pro Zutat vor und lässt die Küche jede Angabe bestätigen. Der Unterschied ist die Analyse vor der Anzeige.
Brauche ich HealthBlokk, wenn ich schon Rezepte in einem Küchensystem habe?
Wahrscheinlich nicht. Wer seine Rezepte mit Lieferantendaten in FoodNotify oder einem Großküchensystem pflegt, hat die Allergene bereits aus dem Rezept. HealthBlokk ist für Betriebe, die bei der Papierkarte oder bei Excel stehen und den ersten Schritt noch nicht gemacht haben.
Was kostet die Analyse?
Nichts. Karte hochladen, Gerichte und Allergene sehen und Rezepte verwalten ist kostenlos, ohne Kreditkarte. Bezahlt wird nur die digitale Karte, die Gäste per QR-Code öffnen.3
Wie oft ist die Allergenkennzeichnung in der Praxis falsch?
Bei einer Prüfung der Untersuchungsämter Baden-Württemberg im Jahr 2015 waren 229 von 577 Proben aus der Gemeinschaftsverpflegung falsch oder unvollständig gekennzeichnet, also 40 Prozent. Häufigster Fehler: Schalenfrüchte und glutenhaltiges Getreide nicht näher bezeichnet, und keine Angabe, welches Allergen in welcher Speise steckt.1
Quellen
-
Untersuchungsämter Baden-Württemberg (CVUA Freiburg): Allergenkennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung, Untersuchungen 2015 ↩ ↩2 ↩3 ↩4
-
Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV), Art. 44 und Anhang II, EUR-Lex ↩ ↩2
-
WKO: Allergenkennzeichnung bei offen angebotenen Lebensmitteln in der Gastronomie ↩ ↩2 ↩3 ↩4
-
Bayerisches LGL: FAQ zur Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) und LMIDV ↩ ↩2 ↩3
-
Hygiene-Netzwerk: Allergenkennzeichnung, Haftungsausschluss nicht zulässig ↩ ↩2 ↩3
-
WKO: Downloads zur Lebensmittelkennzeichnung, Vorlagen für die Gastronomie ↩ ↩2
-
Speiso: Speisekarten-Generator mit KI, Preise und Hinweis zur Allergenerkennung ↩ ↩2 ↩3 ↩4 ↩5
-
METRO: FoodNotify, Rezeptverwaltung und automatische LMIV-Kennzeichnung ↩ ↩2