Sulfite
Allergen O der 14 kennzeichnungspflichtigen Allergene nach EU-Verordnung 1169/2011

Wo Sulfite versteckt steckt
Wein und Sekt
Weinsaucen, Risotto, Weinschaum, Coq au Vin
Trockenfrüchte
Marillen, Rosinen, Feigen in Füllungen und Müsli
Essig
Weinessig und Balsamico in Dressings
Krustentiere
Garnelen werden oft mit Sulfit behandelt
Kartoffelprodukte
Tiefkühl-Pommes, geschälte Kartoffeln, Püreepulver
Fertigsalate
Geschnittene Salate und Krautsalat
Meerrettich und Senf
Fertigprodukte mit Sulfit als Konservierung
Fruchtsäfte und Sirupe
Zitronensaftkonzentrat, Limonaden
Was Gastronomen angeben müssen
- Buchstabe O bei jedem Gericht, das Sulfite enthält, direkt in der Karte.
- Legende der Buchstabencodes gut sichtbar im Lokal oder auf der Karte.
- Mündliche Auskunft nur durch nachweislich geschulte Person, mit schriftlicher Dokumentation je Gericht.
- Bei jeder Rezepturänderung aktualisieren.
Häufige Fragen
- Muss ein Risotto mit Weißwein als Sulfit gekennzeichnet werden?
- Meist ja. Wein enthält in der Regel deutlich mehr als 10 mg/l Sulfit, und auch nach dem Einkochen bleibt im Gericht in der Regel genug, dass der Buchstabe O gesetzt werden sollte. Im Zweifel wird gekennzeichnet.
- Woran erkennt ein Betrieb Sulfit auf dem Etikett?
- An den Nummern E220 bis E228 oder an den Worten Schwefeldioxid, Sulfit, Bisulfit oder Metabisulfit in der Zutatenliste, oft mit dem Zusatz enthält Sulfite.
- Gilt die Grenze von 10 mg für die Zutat oder das Gericht?
- Für das verzehrfertige Lebensmittel, so wie es serviert wird. Weil ein Betrieb das nicht messen kann, wird in der Praxis jedes Gericht mit einer sulfithaltigen Zutat als O ausgewiesen.
Verwandte Allergene (häufig gemeinsam)
Quellen: Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang II · Allergeninformationsverordnung, BGBl. II Nr. 175/2014 · Codex-Empfehlung zu Buchstabencodes (BMG 2014)
Sulfite auf Ihrer Karte sauber ausweisen.
Die digitale Speisekarte kennzeichnet die 14 Allergene je Gericht.